Rockorchester Ruhrgebeat im Amphitheater

Lichtblicke

„Mensch, das wurde aber auch mal wieder Zeit“, war es aus dem Halbrund des Amphitheaters Gelsenkirchen einhellig zu vernehmen. Mit ihren einfallsreichen Arrangements der Songs entfacht das Rockorchester Ruhrgebeat immer wieder ein Feuerwerk aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte.

Nach einer längeren Coronabedingten Zwangspause freuten sich etwa 2.500 Besucher:innen auf den Auftritt des Rochorchester Ruhrgebeat.

Eingeheizt von der Gelsenkirchen Band Servants, die mit Hits der 60er und 70er Jahre als Vorgruppe den Besuchern ordentlich einheizten. Und dann war die lange Zeit des Wartens vorbei, pünktlich um 20.00 Uhr erwachten die Instrumente des Rockorchesters aus ihrem langen Schlaf und man durfte erfreut feststellen, da ist immer noch Rock drin.

Bea macht den Auftakt

Wie ein Hurrikan fegte dann auch Bea als erste Sängerin des Abends mit dem Song „Rock you like a hurrican“ über die Bühne. Das Orchester versprüht pure Spielfreude, so als ob man diesen Abend hätte gar nicht abwarten können.

Das gesamte Orchester inklusive der Sänger:innen waren in der Coronazeit nicht untätig und studierten für den ersten Auftritt im Jahr 2021 drei neue Songs ein, welche sie am gestrigen Abend dem Publikum vorgestellten.

Einer der neu im Repertoire befindlichen Songs ist Peter Gabriels „Sledgehammer“, welches von Uli hervorragend interpretiert wurde.

Einen weiteren neuer Song hatte Nicole in ihrem Gepäck. „Bye Bye“ im Original von Sarah Conner gesungen, traf sie den Nerv des Abends: Eine durchaus bewegte Zeit liegt hinter dem Großteil der Anwesenden. Das ganze Amphitheater waren vereint im Gefühl der Sehnsucht nach Normalität und körperlicher Nähe. Man Spürte förmlich wie die Spielfreude auf das Publikum übersprang. Darauf haben alle monatelang gewartet.

Nicole mit neuem Song

Auch neu im Programm aufgenommen wurde der, aus dem James Bond Film „Leben und Sterben lassen“ bekannte Titelsong „Live and let die“ aus dem Jahr 1973. Hier konnten wieder alle Sänger:innen zeigen was sie konnten.

Auch der zwischenzeitlich einsetzende Regen tat der Stimmung an diesem Abend keinen Abbruch, zu lang war die Zeit des Wartens auf Livemusik.

Für den gefühlvollsten Moment des Abends sorgten Nele und Uli mit der Ballade von Josh Groban „You raise me up“. Bei dieser Ballade aus dem Jahr 2003 gingen auf den Rängen die Feuerzeuge und Handylampen an.

Nele und Uli im Duett

Bevor das generationenübergreifende Konzert mit dem „Queenmedley“ um 23.00 Uhr endete, sorgte die Eigenkomposition des Rockorchesters „Hier brennt ein Feuer“ für strapazierte Handyakkus. Der Blick von der Bühne aus, auf die Zuschauer:innen, die mit ihrem Handylicht im Takt leuchteten, war schon beeindruckend, so der musikalische Leiter des Rockorchesters  Wolfgang Wilger.

Kiki umgeben von Klinikclowns

Wie auch schon bei den vorangegangenen Veranstaltung, im Amphitheater, unterstützt das Rockorchester die Tätigkeiten der Klinikclowns, die auch in diesem Jahr wieder kräftig für ihre gute Sache Werbung machten und den ein oder anderen Euro an Spenden für Ihre Arbeit sammeln konnten. Die Zuschauer:innen hatten die Möglichkeit ihr Trinkpfand an diese zu spenden. Der schlussendliche gespendete Spendenbeitrag wird auf der Seite des Rockorchesters (rorlive.de) veröffentlicht.

Text: Wolfgang Schieren Bilder: Lukas Schieren

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Über Wolfgang Schieren 24 Artikel
Wolfgang ist Inhaber und Chefredakteur des Eventmagazin-online.de. Er ist Mitglied im Deutschen Fachjournalisten Verband (DFjV).