Höhner rockin Roncalli Show: laut – bunt – schrill, das war die Premiere in Oberhausen

Am gestrigen Freitagabend feierten die Artisten des Zirkus Roncalli und die kölsche Band Höhner in Oberhausen Premiere der diesjährigen „Höhner rockin Roncalli Show“. Im Schatten des Gasometers warteten über 1.300 Premierengästen auf eine artistische Show mit kölschem Liedgut.

Die Zuschauer im Blau-weißem Zirkuszelt erwartet beim diesjährigen Programm „Funambola- Kapriolen des Lebens“, Artistik auf höchstem Niveau, untermalt von Musik der Höhner.

Das Ruhrgebiet zählt zwar nicht zur Hochburg des kölschen Liedgutes, aber eine gut gemachte Show erkennt der Ruhrpott‘ler auf Anhieb.  So wunderte es niemanden, dass die Premierenveranstaltung sehr gut besucht war.

Gleich zu Beginn der Show ging der Frontmann der Höhner, Henning Krautmacher in die Luft, er begrüßte die Zuschauer in Oberhausen an einem Seil schwebend.

Der aus Kolumbien stammende José Henry Caycedo kam als spitzohriges Fabelwesen in die Manege und führte einen Seiltanz auf einem in zwei Meter Höhe gespanntem dünnem Seil auf.

Der Clown Kotini Junior verrenkte sein Gesicht und seine Gliedmaßen so, dass es beim zuschauen schon wehtat. Der aus der Ukraine stammende erschreckend biegsame, wie lustiger Körperkomiker beeindruckt allein durch seine Mimik und seine Bewegungen und sorgte so für einige Lacher.

Besonders beeindruckend war die Umkleidenummer des Duos Minasov. Elena und Viktor Minasov wechselt die Abendgarderobe während eines Wimpernschlages schneller als ein normaler Mensch. Viele Männer im Publikum schubste dabei Ihre weibliche Begleitung an: „Siehst du, so schnell kann es mit dem Ankleiden auch gehen.“

Beim belgischem Duo Bert und Frederique merkte man sofort, wer in dieser Ehe die „Zügel“ in den Händen hält.  Bei Fred(erique) hat Bert nur wenig zu lachen, sie wirft mit Feilen, schwingt den Hammer und schlägt mit der Peitsche. Bert konnte einem schon leid tun, mit seinem unschuldigen Schlafzimmerblick.

Die Truppe Crazy Flight machten mit Ihrer Wurfartistik ihren Namen alle Ehre. Mit unglaublicher Leichtigkeit warfen sie sich gegenseitig in den Zirkushimmel.

Die fünf Vollblut Artisten aus Kenia, Jambo Brothers beeindruckten mit Ihrer menschlichen Pyramide.

Den kürzesten Anfahrtsweg hatte die aus Herne stammende Künstlerin Anna Herkt, die mit Ihrer Pole-Performance das Publikum in erstaunen versetzte. Ihre Leichtigkeit an der Stange ließ scheinbar die Schwerkraft aufheben.  

 

Der Kanadier Alexandre Lane dreht im wahrsten Sinne des Wortes am Rad. Er beherrscht das Cyr Wheel (Ähnlich dem Rhönrad, allerdings nur mit einem Reifen; Anm. der Redaktion) wie kein zweiter.

Was Vertrauen bedeutet haben Alex und Emilie (Chilly Fly) eindrucksvoll bewiesen. Der in 5 Meter höhe stehende Alex ist nur an der Taille befestigt und schwingt seine Partnerin an Händen und Füßen durch die Zirkuskuppel. Die ebenfalls aus Kanada stammenden Künstler sorgten an diesem Abend für einige Atemaussetzter beim Publikum, so beeindruckend war deren kraftvolle Vorführung.  

Und so ging nach einem zweieinhalb Stunden Programm mit Akrobatik, Komik und Livemusik der Höhner ein schöner Abend zu Ende.

Wer jetzt Lust bekommen hat, dieses Programm zu sehen, kann dieses noch bis zum 16. Juni in Oberhausen, im Schatten des Gasometers tun.

Karten und weitere Informationen unter: www.hoehner-rockin-roncalli.de

Über Wolfgang Schieren 22 Artikel
Wolfgang ist Inhaber und Chefredakteur des Eventmagazin-online.de. Er ist Mitglied im Deutschen Fachjournalisten Verband (DFjV).